MKK-Hypnose

…….Gründau – Gelnhausen

Was ist ein Heilpraktiker für Psychotherapie?

Kranke Menschen, die behandelt werden wollen/müssen, stellt der Gesetzgeber unter einen besonderen Schutz.
Gesetze regeln dies sowohl mit der Approbation von Ärzten und Psychologen, als auch mit dem Heilpraktikergesetz.

Seit 1994 gibt es zwei Berufsbilder des Heilpraktikers:
Zum Einen den Heilpraktiker, der auch körperliche Erkrankungen behandeln darf, Spritzen geben, Blut abnehmen und vieles mehr, zum Anderen den Heilpraktiker für Psychotherapie, dessen Tätigkeitsgebiet, wie der Name schon sagt, auf psychische/seelische Krankheiten und die damit verbundene Psychotherapie beschränkt ist. Er hat sich gewissermaßen auf dieses eng umgrenzte Gebiet spezialisiert.

Der Titel „Psychologischer Psychotherapeut“, steht nur Approbierten Ärzten und Psychologen zu. Diese dürfen grundsätzlich alle psychischen Erkrankungen behandeln. Also auch Erkrankungen, die eine alleinige körperliche Ursache haben wie z.B. Demenz, Hirnschädigungen nach Unfall, Schlaganfall oder Suchtmittelmissbrauch, oder teilweise körperliche Ursachen haben können, wie z.B. Schizophrenien, schwere Depressionen usw.

Der Heilpraktiker für Psychotherapie hingegen darf nur psychische Erkrankungen behandeln, die weder ganz noch teilweise körperliche Ursachen haben. Voraussetzung ist natürlich, dass er eine Ausbildung zur Behandlung dieser Erkrankungen hat.

Das heißt, er darf z.B. Krankheitsbilder aus den folgenden Bereichen behandeln:

  • leichte Depressionen, depressive Verstimmungen,
  • Neurotische, Belastungs- und Somatoforme Störungen (Ängste, Phobien, Panikstörungen, Zwangsstörungen, Posttraumatische Belastungsstörungen, Anpassungsstörungen)
  • Essstörungen, (z.B. Anorexie, Bulimie)
  • Nichtorganische Störungen des Schlaf-/Wach-Rhythmus (Schlafstörungen)
  • Sexuelle Störungen
  • Psychische Störungen im Wochenbett
  • Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen
  • leichte Entwicklungsstörungen
  • Verhaltens- und emotionale Störungen mit Beginn in der Kindheit und Jugend (z.B. ADS / ADHS)

um nur einige Obergruppen zu nennen.

Trotz der Unterschiede der einzelnen Berufsbilder muss der Heilpraktiker für Psychotherapie sämtliche psychischen Erkrankungen, deren Ursache, Vorkommen usw. kennen, damit er eine Diagnose stellen und somit entscheiden kann, welche Krankheiten er behandeln darf oder welche Patienten er an einen Arzt oder einen Psychologischen Psychotherapeuten überweisen muss.

Er muss, darüber hinaus, ausreichende Kenntnisse über anerkannte psychotherapeutische Verfahren und psychisch wirksame Medikamente besitzen.
Er muss auch psychiatrische und internistische Notfälle erkennen können, damit er ggf. adäquate Erste Hilfe leisten kann.

Dieses Wissen wird von den zuständigen Gesundheitsämtern streng geprüft. Die Durchfallquoten liegen nicht selten bei 80-95 %

Letztendlich unterliegt der Heilpraktiker der Sorgfaltspflicht, was u.a. bedeutet, dass er sich regelmäßig fortbilden muss.

Holger Weigel hat diese schwierige Prüfung beim Gesundheitsamt bestanden.