MKK-Hypnose

…….Gründau – Gelnhausen

Schlafhygiene – Regeln des gesunden Schlafs (1)

Paradoxe Intervention?

Zum Einstieg möchte ich Ihnen eine so genannte paradoxe Intervention mit 5 Regeln vorstellen. Sehr viele Patienten mit Schlafstörungen befolgen und beherrschen einige oder gar alle dieser Regeln:

A. 
Schauen Sie sich, unmittelbar bevor Sie ins Bett gehen, eine geistlose Talkshow an, an denen sehr viele nervige und unsympathische Gäste teilnehmen.

B. 
Sehen Sie sich einen möglichst spannenden Action-Krimi mit massenhaften Schießereien und Bergen von Leichen an. Auch ein schöner Horrorfilm a la „Kettensägen-Massaker“ wird gerne genommen.

C.
Streiten Sie sich unmittelbar vor dem Zubettgehen intensiv mit Ihrem Partner / Ihrer Partnerin über Geld- oder Erziehungsprobleme. Machen Sie Ihrem Partner schnell noch ein paar Vorwürfe, weil er nachts zu laut schnarcht.

D.
Nehmen Sie grundsätzlich Arbeit aus der Firma mit nach Hause und platzieren sie diese in Reichweite Ihres Bettes.

E.
Essen und Trinken Sie möglichst spät: Z. B. Schweinshaxe mit Sauerkraut und Unmengen von Bier, Wein, Schnaps o. ä.

Wenn bei Ihnen nun ungläubiges Staunen einsetzt, dann hat diese Aufzählung schon den ersten Erfolg erzielt. Denn wenn Sie sich in dem einen oder anderen Punkt selbst wiederfinden, haben Sie erkannt, dass es genau diese Dinge sind, die einem den Schlaf rauben können.

Als Schlafhygiene bezeichnet man  Gewohnheiten und Umstände, die für einen gesunden Schlaf von Vorteil sind. Viele Patienten haben diese einfachen Regeln schon kennen gelernt und den einen oder anderen Hinweis ausprobiert – ohne dass es etwas gebracht hat.

 

Grundsätzlich ist die Schlafhygiene aber ein wichtiger Baustein jeder nichtmedikamentösen Therapie.
Bei leichten Schlafstörungen und/oder bei Schlafstörungen, die noch nicht lange bestehen, kann durch eine konsequente Befolgung der Schlafhygiene-Regeln eine deutliche Besserung der Symptome erzielt werden.

 

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