MKK-Hypnose

…….Gründau – Gelnhausen

Tinnitus ist keine Krankheit…

…sondern ein Symptom!

Wir möchten hier nicht so sehr auf die unterschiedlichsten “Klassifikationen” des Tinnitus eingehen. Auch wollen wir hier nicht mit Fachausdrücken um uns werfen. Und herauszufinden, warum Sie diese Ohrgeräusche haben, sollte immer in den Händen eines erfahrenen Arztes liegen.

Auslöser gibt es viele – ein besonders stressiger Tag, ein sehr lautes Konzert, Ärger auf der Arbeit oder mit Nachbarn und so weiter. Aber auch schwerwiegende gesundheitliche Ursachen können der Grund sein und sollten deshalb unbedingt medizinisch abgeklärt werden.

Tinnitus ist der medizinische Fachausdruck für Ohrgeräusche oder wie man auch sagt für Ohrensausen. Dies kann mal lauter, mal nicht so laut, mal mehr, mal weniger störend auftreten. Und es muss nicht immer rauschen, es kann auch klopfen, hämmern, summen, klingeln, ticken usw. Jeder Mensch empfindet und erlebt es auf seine ganz eigene Art. Das Unangenehme ist, dass die Ohrgeräusche meist alle anderen Umgebungsgeräusche übertönen.

Das ist für die Patienten sehr störend und strapaziert die Nerven. Sie kennen sicher die Situation, dass eine Uhr viel zu laut tickt, oder dass nachts die Dusche anfängt zu tropfen, weil der Wasserhahn undicht ist. Dagegen können Sie was tun, aber gegen die lästigen Ohrgeräusche nicht. Die kommen von innen und lassen sich nicht abschalten.

Was können Sie tun?

Klar, erst einmal sollte Ihr Weg zum Arzt führen.

Zum Hausarzt oder zu einem Hals-Nasen-Ohrenarzt. Diese werden Sie untersuchen und bei Bedarf zur weiteren Abklärung zu weiteren Fachärzten überweisen, damit alle möglichen Krankheitsursachen ausgeschlossen werden können. Der Neurologe kann zum Beispiel eine Computertomographie machen, ein Orthopäde kann die Halswirbelsäule untersuchen, ein Kieferorthopäde wird nach den Kiefergelenken schauen. Denn auch das nächtliche Zähneknirschen könnte eine Ursache für die Ohrgeräusche sein. Sicher wird man Sie auch zu einem Internisten schicken, damit Herz-Kreislauf und Stoffwechsel untersucht werden.

Vielleicht gehört der Tinnitus aber nun einfach zu Ihrem Leben, denn die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass er nicht mehr verschwindet. Sicher gefällt Ihnen dieser Gedanke so gar nicht. Trotzdem sollten Sie sich mit dem Quälgeist arrangieren. Und bevor Sie nun jahrelang von Arzt zu Arzt laufen und keiner die rettende Heilung parat hat, gibt es doch eine Menge was Sie tun können.

Sie sind nicht alleine – suchen Sie sich eine Selbsthilfegruppe.

Es gibt schätzungsweise 70.000 – 100.000 Selbsthilfegruppen in Deutschland. Hier sind Sie unter Gleichgesinnten. Sie sind nicht mehr alleine mit Ihrem Tinnitus, sondern in guter Gesellschaft von Menschen, denen es genauso geht wie Ihnen. Sie können sich austauschen, den einen oder anderen Tipp bekommen. Eine Tinnitus-Selbsthilfegruppe gibt es sicher auch in Ihrer Nähe. Das Austauschen mit den Betroffenen einer Tinnitus-Selbsthilfegruppe macht Ihnen den Umgang mit dem Tinnitus und damit das Leben leichter. In Deutschland gibt es ca. 280 Selbsthilfekontaktstellen. Sicher ist auch eine in Ihrer Nähe, hier wird man Ihnen helfen, Anregungen und Unterstützung geben.

Was können wir für Sie tun?

Nun, wir können Ihnen den Tinnitus nicht “weg machen”. Aber wir können Ihnen helfen Ihre innere Einstellung und den Umgang mit den Ohrgeräuschen zu ändern.

Es wurde in wissenschaftlichen Untersuchungen bestätigt, dass sich Entspannungstechniken positiv auf den Tinnitus auswirken können. Und genau das sagt uns auch unsere Praxiserfahrung. Es kommen immer wieder Menschen zu uns, die fragen, wie Autogenes Training oder die Progressive Muskelentspannung bei ihrem Problem helfen könnten.

Beim Erlernen von Entspannungstechniken lernen Sie “abzuschalten”. Sie lernen mit der Zeit ganz auf sich, aber nicht mehr auf die Ohrgeräusche zu hören. Ihre Aufmerksamkeit geht in alle Teile Ihres Körpers, die Geräusche treten mehr und mehr in den Hintergrund.

Lassen Sie uns ein wenig aus dem Nähkästchen plaudern:

Da war ein junger Mann, der kam mit so starken Ohrgeräuschen zu uns, dass er ohne laute Musik nicht mehr einschlafen konnte. Deshalb kaufte er sich eine kleine Stereoanlage, aus der er abends laute Musik hörte, um eben diese nervigen Geräusche in den Ohren nicht mehr wahr zu nehmen. Er erlernte das Autogene Training und damit auch die Konzentration auf seinen Körper, weg von den Geräuschen. Er übte sehr fleißig die Formeln des Autogenen Trainings – und konnte nach wenigen Wochen die Stereoanlage abbauen. Er schaffte es den Quälgeist im Ohr zu akzeptieren, aber auch abzuschalten. Auch wenn er nachts mal aufwachte, weil die Geräusche wieder deutlicher zu vernehmen waren, lernte er, mit den Übungen schnell wieder einzuschlafen.

Ähnlich ging es einer Frau, die eine Menge Stress hatte. Beruf, Familie Hauhalt, der (fast) ganz normale Wahnsinn also, und dann noch den Tinnitus. Ihr zeigten wir, wie Sie mit Autogenem Training endlich lernen konnte zur Ruhe zu kommen. Ein ganz großer Schritt für sie in die richtige Richtung. Da sie auch völlig verspannt war, lernte sie noch die Übungen der Progressiven Muskelentspannung. Und siehe da – die Verspannungen lösten sich, sie konnte immer besser abschalten und in die Entspannung gehen. Wie sie uns sagte, hielt sie das gar nicht mehr für möglich. Und am Ende hatte sie den Tinnitus zwar nicht restlos verbannt, aber sie hat gelernt, sich mit ihrem Wegbegleiter im Ohr zu arrangieren. Ihr Leben wurde um Einiges leichter, und für sie war das Erlernen der Entspannungstechniken ein voller Erfolg.

Das waren nur zwei exemplarische Beispiele aus unserer Praxis. Bilden Sie sich selbst Ihr Urteil, entscheiden Sie selbst, ob das Erlernen von Autogenem Training oder der Progressiven Muskelentspannung nicht einen Versuch wert ist. In unseren Einzelkursen gehen wir sehr auf Ihre Wünsche und Probleme ein. Sie können auch in einem Kurs beide Entspannungstechniken erlernen. Außerdem geben wir Ihnen weitere Tipps und Informationen, damit Ihr Leben auch mit Tinnitus erlebenswert bleibt.

 

 

 

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