MKK-Hypnose

…….Gründau – Gelnhausen

Autogenes Training

Wie fühlt sich Hypnose an?

Vor jeder unserer Hypnosesitzungen findet ein ausführliches Infogespräch statt, denn immer wieder werden wir während des Infogesprächs gefragt, wie sich Hypnose anfühlt.
Aber auch nach der Hypnosesitzung stellte sich oft die Frage: „War ich jetzt in Hypnose?“

Entweder meint der Klient, er habe geschlafen. Das war dann doch keine Hypnose.
Oder er meint, er wäre wach gewesen und hätte alles mitbekommen. Das wäre doch keine Hypnose.

Wie soll sich Hypnose denn anfühlen?
Wach geht nicht, schlafen offenbar auch nicht…. also was nun?

Hypnose ist keine „geheime Macht“ oder „irgendwelcher esoterischer Firlefanz“.
Ich möchte nachfolgend versuchen, ein wenig technisch auf das Thema einzugehen, ohne aber zu tief in Details zu gehen, damit es nicht zu kompliziert wird.

Hypnose ist mittlerweile gut erforscht und lässt sich ganz objektiv zur Bearbeitung vieler Probleme und Krankheiten einsetzen.

Frage: Haben Sie schon einmal gedankenverloren irgendwo gesessen und sind plötzlich aus Ihren Gedanken gerissen worden, weil man Sie vielleicht angesprochen hat?

  • Vielleicht in einem Straßencafe, als Sie den vorbei ziehenden Menschen nachgeschaut haben?
  • Oder Sie haben ein spannendes Buch oder einen spannenden Film gesehen und waren völlig in die Handlung vertieft?
  • Oder Sie sind mit dem Auto unterwegs gewesen und haben 10 Minuten Ihrer Fahrt einfach nicht mitbekommen und wundern sich, wie Sie nun hierher gekommen sind?

Dann waren Sie in einer leichten bis tiefen Trance angelangt, in einem veränderten Bewusstseinszustand.

 Wie kann das passieren?

Unser ganzer Körper ist ein kompliziertes Chemie- und Elektrizitätswerk.
Wir essen, trinken, verdauen und atmen. Wir empfinden Emotionen wie Freude, Ärger, Trauer und vieles andere.

Gesteuert wird das alles durch ein kompliziertes Werk aus Energieverbrennung (Sie haben alle schon mal etwas von Kalorien gehört), Hormonausschüttung (z.B. Insulin zum Abbau von Zucker, Wachstumshormone und vieles mehr), Stromerzeugung (zum Antrieb des Herzens oder des Gehirns.) Das alles funktioniert gewissermaßen vollautomatisch.

Der Sinusknoten z.B. steuert unseren Herzschlag durch die Produktion elektrischer Signale. Die Funktion des Herzens kann man z.B. durch ein Elektrokardiogramm (EKG) messen. Genauso kann man Gehirnströme durch z.B. ein Elektroenzephalogramm (EEG) messen.

Überall dort wo Strom fließt, also egal, ob man den Strom aus der Steckdose nimmt oder den Strom, der unseren Körper antreibt:
Der Strom bewegt sich in einer Wellenform. Diese wird in Hertz (Hz) angegeben.

Wenn man sich einmal Wellen auf einem Meer vorstellt und diese Wellenform mit der Tätigkeit unseres Herzens oder des Gehirns vergleichen würde, so würden

  • keine Wellen ein spiegelglattes Meer zur Folge haben, unser Herz würde nicht schlagen, unser Gehirn würde nicht arbeiten… wir wären also tot.
  • Bei leichtem Wind bewegt sich das Meer ganz sanft, Herz und Gehirn arbeiten auch nur sehr langsam. Wahrscheinlich schlafen wir in diesem Moment.
  • Bei stärkerem Wind gibt es am Strand eine mehr oder weniger starke Brandung, das Herz schlägt normal schnell, die Gehirnströme arbeiten auf Hochtouren: Wir sind wach.

Nachfolgend möchte ich Ihnen einige Gehirnfrequenzen auflisten, die unsere unterschiedlichen Bewusstseinszustände erzeugen:

  1. Deltawellen; 0,5-3 Hertz (Tiefschlaf, Tiefenentspannung)
  2. Thetawellen; 3-8 Hertz (Meditation und tiefe Entspannung)
  3. Alphawellen; 8-14 Hertz (leichte Entspannung)
  4. Betawellen; 14-38 Hertz (Alltagsbewusstsein)
  5. Gammawellen 21 bis 38 Hertz ist der Bereich einer „permanenten Alarmbereitschaft“
  6. Gammawellen 38-70 Hertz Höchste Konzentration, starke Fokussierung, Peak Performance

Nun kommen wir wieder zur Hypnose:
Das Geheimnis der Hypnose ist, das Gehirn des Klienten durch unterschiedliche Suggestionen in einen bestimmten Frequenzbereich zu bringen.

Der Hypnotiseur bittet den Klienten, sich etwas Bestimmtes vorzustellen. Auf diese Weise kann man bestimmte Bereiche des Gehirns stimulieren. Indem der Hypnotiseur z.B. Ruheformeln spricht, wird sich der Klient entspannen.

Wird dem Klienten suggeriert, er solle sich vorstellen …

… wie sich Meeresrauschen anhört (Gehör wird angesprochen)
… wie das Meer gerade aussieht (Sehvermögen)
… wie das Meer riecht (Geruchssinn)
… wie sich das Wasser anfühlt, wenn man mit den Händen durch das Wasser fährt (Tastsinn)
… wie das Meerwasser schmeckt (Geschmackssinn)

können gezielt alle Sinne in unterschiedlicher Intensität angesprochen werden.

Auch ist es möglich, sich während einer Hypnose zu unterhalten.

Je nach zu bearbeitendem Thema ist man also mehr oder weniger entspannt. Diese Entspannung kann auch wieder in Wellen verlaufen, weshalb man oft das Gefühl hat, abwechselnd zu schlafen oder wach zu sein.

Das ist also Hypnose und völlig normal.
Das Gehirn schwingt während einer Hypnose meist im Bereich der Alpha- oder Thetawellen, selten im Bereich der Deltawellen.

Übrigens: Auch das ist eine kleine Unsicherheit, die in unserem Vorgesprächen zur Hypnose oft mitschwingt: Sie werden während einer Hypnose niemals etwas tun, was nicht Ihren Überzeugungen entspricht und niemals etwas erzählen, was sie mir nicht auch im Wachzustand erzählen würden.

Ich hoffe, dieser kleine Exkurs war verständlich und vor allem hilfreich.

Für Fragen erreichen Sie mich per Mail, Telefon, Facebook.

 

 

 

 

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